Adventskalender selber basteln

Wie ihr eure Kinder vor teuren Kariesbomben bewahrt

Bild: 24 kleine (Vor-)Freuden …

Habt ihr mal ausgerechnet, wie teuer eine Tafel Schokolade wäre, wenn sie mit dem Gramm-Preis der Schokolade aus dem Adventskalender verkauft würde? Spätestens jetzt überlegt ihr vielleicht, ob ihr nicht besser den Adventskalender selber basteln solltet für eure Kinder.

Fünf Argumente: Adventskalender selber basteln

  1. Schoko-Adventskalender fördern Karies. (Hier bekommt ihr Tipps fürs Zähneputzen bei Kindern von einer Rheiner Expertin.)
  2. Meist haben Kinder heute ja nicht nur einen Adventskalender, sondern bekommen sie als Werbegeschenke nachgeschmissen. Dadurch verlieren sie an Bedeutung – Folge: Die Freude sinkt.
  3. Manche Kinder haben einen zweiten Adventskalender bei Oma nebenan, damit die sich auch an der Freude ihrer Enkel über Türchen-Öffnen weiden kann. Einen selbstgebastelten Kalender könnte die gesamte Verwandtschaft befüllen: Jeder bekommt ein paar Türchen.
  4. Natürlich gibt es mittlerweile von fast jeder Firma einen Adventskalender mit ihren Produkten. Oft kann man davon viele nicht wirklich gebrauchen. Einen selbstgebastelten Adventskalender könnt ihr auf jedes Kind anpassen.
  5. Baut ihr einen stabilen Adventskalender, könnt ihr ihn jedes Jahr wiederverwenden – das reduziert den Abfall und schont die Umwelt.

Vier Möglichkeiten: Adventskalender selber basteln

Adventskalender selber basteln

Dieses gekaufte Exemplar lässt sich mit leeren Toilettenpapier-Rollen ganz leicht nachbasteln.

1. Adventskalender für Minimalisten

Wer wenig Zeit hat oder kein Bastelheld ist, der nimmt einfach 24 leere Toilettenpapier-Rollen und klebt sie zusammen, sodass beim Blick auf die Öffnungen ein Tannenbaum erkennbar ist. Malt den Tannenbaum grün an und steckt die Päckchen mit Nummern versehen einfach in die Rolle – fertig!

Ebenso einfach ist die Beutel-Methode: Malt auf 24 gekaufte oder selbst genähte Stoffbeutel die Zahlen, befüllt die Beutel mit den Gaben, bindet sie zu und hängt sie ans Treppengeländer oder ans Etagenbett.

2. Der immaterielle Adventskalender

Müssen es immer Gegenstände sein im Adventskalender? Versucht es doch mal so: An jedem der 24 Tage gibt es eine kleine Aufmerksamkeit: ein gemeinsamer Besuch in der Bücherei, eine besondere Geschichte am Abend, ein gemeinsamer Film, den das Kind aussucht, eine Schneeballschlacht, eine Kissenschlacht, eine Stunde länger aufbleiben, Oma besuchen, bei der Freundin übernachten, das Lieblingsessen wünschen … Irgendetwas, zu dem ihr sonst selten kommt oder das dem Kind gut gefällt. Das Gute: Solche Botschaften sind schnell geschrieben und können daher noch am Abend vorher ganz kurzfristig und daher sehr passend verfasst werden.

3. Der Rätsel-Kalender

Dieser Kalender funktioniert vor allem bei größeren Kindern gut: Jeden Tag bekommen sie ein kleines Rätsel, das sie nicht einfach per Internet-Klick lösen können, z. B.: Zähl die Bäume an der Straße X, frag Oma, was sie zum Frühstück hatte, welcher Spruch steht am Schaufenster von Laden Y … Vorteile: Das Kind wird aktiv und die Belohnung so mehr Wert.

Die sollte dann aber attraktiv ausfallen. Manchmal wünscht sich das Kind ja etwas, das für ein Weihnachtsgeschenk zu teuer ist. Löst das Kind alle Rätsel bzw. Aufgaben, liegt das Geschenk dann aber doch unterm Baum. Das erhöht die Vorfreude und ihr macht klar, dass das Weihnachtsbudget nicht einfach so erhöht wird. Je nach Preis des Wunsches könnt ihr natürlich auch die Aufgaben wählen: Wer ein Smartphone will, könnte z. B. jeden Tag eine bestimmte anspruchsvolle Aufgabe in Haus und Garten übernehmen …

4. Der lebendige Adventskalender nach dem Vorbild Mesums

Die Kirchengemeinden in Mesum bot in den letzten Jahren den ökumenischen lebendigen Adventskalender an: Familien und Einrichtungen in Mesum gestalteten jeden Tag ein „Adventsfenster“, an dem dann am jeweiligen Datum mit Nachbarn, Freunden und Familie eine kleine Andacht gefeiert wurde. Der Gastgeber gestaltete die etwa 20-minütige Adventsfeier mit Adventsliedern, kleinen Geschichten, adventlichen Bibelstellen, Fürbitten und Gebeten – wäre das nicht auch etwas für eure Nachbarschaft, abgewandelt nach euren Vorstellungen und angepasst auf die Kinder in eurer Straße?

Adventskalender für Eltern

Übrigens: Wir Eltern bekommen ja in der Regel keinen Adventskalender. Ich finde aber, wir haben einen verdient. Anders als im letzten Jahr schaffe ich es dieses Jahr jedoch nicht, einen für euch allein zusammenzustellen. Aber ich habe schon eine Lösung! Mehr erfahrt ihr heute Abend …