Bin ich zu fürsorglich? – Meckys Fragebox

Bild: Dass das Kind gut schläft, ist auch wichtig für Erholung und Zweisamkeit der Eltern. © Ben_Kerckx auf pixabay

Jessica (28), 1. Kind, fragt:

Hallo Mecky,

unser Sohn ist jetzt neun Monate alt, und obwohl er ein pflegeleichtes Kind ist, habe ich ein Problem: Er schläft zwar durch, aber er hat einen sehr leichten Schlaf. Außerdem macht er während des Schlafens dauernd Geräusche und wirkt unruhig.

Für mich ist dabei an Schlaf kaum noch zu denken, da ich ständig aufwache und nach ihm schaue. Er schläft bei uns im Schlafzimmer. Nun mein eigentliches Problem: Mein Mann findet, ich übertreibe es mit meiner Fürsorge. Da ich erstens total müde bin und zweitens ständig Angst habe, dass unser Sohn aufwacht, ist bei uns an Zärtlichkeit nicht mehr zu denken. Mein Mann ist darüber mittlerweile richtig sauer und wir streiten deswegen andauernd. Ich glaube, dass es leichter wäre, wenn der Kleine nicht mehr bei uns im Schlafzimmer schliefe, bin mir aber völlig unsicher.

Schöne Grüße
Jessica

Meckys Fragebox

Auch Mama muss mal ordentlich schlafen.

Mecky antwortet:

Liebe Jessica,

es geht vielen Paaren im ersten Jahr des Kindes genau wie euch. Fragen wie diese erreichen mich recht häufig. Es gibt aber Möglichkeiten, diese Situation zu ändern. Zum einen könntet Ihr Eure Aktivitäten in einen anderen Raum verlegen. Da Euer Kind durchschläft, wäre abends das Wohnzimmer „sturmfrei“. Es ist wichtig, sich auch in der Partnerschaft mit Kind kinderfreie Zeiten zu schaffen. Wenn abends der Fernseher mal aus bleibt, Dein Mann das Kind ins Bett bringt, während Du z. B. badest und Ihr Euch im Wohnzimmer trefft, hättet Ihr Zeit füreinander.

Vielleicht könnt Ihr das Kind auch einmal für eine Nacht bei einer Oma oder so unterbringen und den freien Abend nur für Euch nutzen. Auch das tut der Partnerschaft richtig gut.

Eine andere Möglichkeit ist natürlich, das Kind in einem eigenem Zimmer unterzubringen. Wenn der Schlaf von Mutter und Kind wechselseitig gestört wird, sollte das Kind in sein eigenes Zimmer ziehen. Am Anfang das Babyphon auf höchste Sensibilität einstellen, damit Du Dein Kind sofort hörst. Anfangs wirst Du auch nicht gut schlafen, wenn Dein Kind nicht mehr bei Euch im Zimmer schläft, weil Du ja gewohnt bist, jedes Geräusch zu verfolgen. Doch man gewöhnt sich rasch an die Ruhe und glaub mir, man wacht sofort auf, wenn das Kind weint.

Liebe Grüße
Mecky

Stellt die Fragen, die euch bewegen – auf Facebook oder direkt per E-Mail an meckys-fragebox@gmx.de. Die Antworten stellen wir hier im Blog ein unter dem Schlagwort „Meckis Fragebox“ – natürlich ohne zu verraten, wer die Frage gestellt hat, wenn ihr das nicht möchtet!

Ein Gedanke zu „Bin ich zu fürsorglich? – Meckys Fragebox

  1. Hallo,

    Mir erging es genau so mit unserem Jüngsten.
    Mein Mann und Ich haben uns dann dazu entschlossen, das der Kleine zusammen mit seinem Bruder im Zimmer schläft.
    Anders wäre es Uns auch nicht möglich wegen der Zimmeranzahl.
    Mein Mini war ca. 10 Monate alt und es hat recht gut funktioniert.
    Ich kann dem Rat von Mecky, dementsprechend, nur Recht geben.

    Lieben Gruß,
    Rena

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