Kinderbetreuung in Rheine – es wird teuer! – MIT KORREKTUREN

Warum ihr am 16. Juni unbedingt ins Rathaus kommen solltet – und was es euch kosten könnte, wenn ihr nicht kommt

Bild: Für viele Eltern wird die Kinderbetreuung in Rheine demnächst teurer. (Quelle: blickpixal auf pixabay)

Am 16. Juni sollen die Elternbeiträge für Kita/Tagespflege und OGS „harmonisiert“ werden  die gültige Beschlussvorlage findet ihr hier. De facto wird die Kinderbetreuung in Rheine teurer. Für den einen unter euch weniger, für den anderen mehr. Sehr viel mehr. Wie schwer ihr betroffen seid, wisst ihr, wenn ihr weiterlest.

Kinderbetreuung in Rheine

Alte und neue Beiträge im Vergleich. (Quelle: https://www.facebook.com/groups/526989544171271/)

Seid ihr betroffen, kommt ins Rathaus und sagt den Politikern eure Meinung: am 16. Juni um 17 Uhr im Sitzungssaal 126 des Neuen Rathauses. (Ihr müsst nicht sprechen, anwesend sein demonstriert auch Macht.) Einfach kommen, anmelden müsst ihr euch nicht.

Seid ihr nicht betroffen, kommt trotzdem. Aus Solidarität mit den Eltern der besten Freundin eures Sohnes. Oder einfach, weil es ganz generell ungerecht ist, für Kinderbetreuung zahlen zu müssen. Argumente dazu siehe unten.

Was ändert sich ab dem Kita-Jahr 2017/18?

1. Die Einkommensstufen werden neu verteilt.

+ Eltern mit einem Einkommen von bis zu 24.000 Euro im Jahr zahlen keine Beiträge zur Kinderbetreuung in Rheine. (Bisher waren es nur die Eltern mit max. 18.000 Euro Jahreseinkommen.)

Alle anderen Einkommensgruppen wurden um 1.000 Euro gesenkt. Wer also bisher 60.100 Euro verdient hat, bezahlt nun nicht mehr 221 Euro pro Monat für 45 Stunden, sondern 307 Euro, also rund 1.032 Euro im Jahr mehr.

Bei den Eltern im oberen Einkommensbereich gibt es nun die Einkommensstufen bis 84.000 Euro, bis 96.000 Euro und ab 96.000 Euro. Die Stadt bekommt also von „den Reichen“ demnächst mehr Geld.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: hpgruesen auf pixabay)

2. Für das erste Kind zahlen Eltern voll, für das zweite ein Drittel und für das vierte, fünfte, sechste … nichts, wenn diese Kinder gleichzeitig die Kinderbetreuung (Kita, Tagespflege, OGS) nutzen.

Bisher war schon das zweite Kind beitragsfrei, allerdings nur, wenn beide Kinder in der Kita waren. Eins in der Kita, eins in der OGS zählte nicht. Folge:

+ Eltern mit Kindern in Kita und OGS zahlen weniger. Das sind 13,6 % der Haushalte mit Kinderbetreuung in Rheine.

 Eltern mit zwei Kindern in der Kita zahlen demnächst 33 % mehr. Das sind 11,7 Prozent der Haushalte mit Kinderbetreuung in Rheine. Die Hälfte wiederum von diesen ist von der Erhöhung deshalb „nicht“ betroffen, weil eins ihrer Kinder beitragsfrei im letzten Kita-Jahr ist. „Nicht betroffen“ bedeutet: Statt ein Jahr lang für beide Kinder zusammen nichts zu zahlen, zahlen sie nun weiterhin einen vollen Beitrag.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: EME auf pixabay)

74,7 % der Haushalte mit Kinderbetreuung in Rheine sind nicht betroffen.

Übrigens: Wenn das erste Kind im letzten Kita-Jahr beitragsfrei ist, zahlt das zweite trotzdem nur ein Drittel der Beiträge – laut Amtgerichtsbeschluss. FALSCH! In Rheine ist das anders und zwar sehr kompliziert: Die Stadt Rheine will die Zuordnung „Kind 1“ und „Kind 2“ so hin- und hertauschen, dass für sie immer das meiste Geld rausspringt, ist meine letzte Info. Ob das rechtens ist? Keine Ahnung? Aber wer hat schon einen Rechtsanwalt in der Schublade, der das mal schnell prüfen könnte?

3. Der Höchstbeitrag für die OGS steigt per Gesetz von 170 Euro auf 180 Euro.

 Alle Betreuungssätze sind abhängig vom Höchstsatz – steigt der, steigen auch die Beiträge.

+ Wenn ihr ein Kind in der Kita, eins in der OGS habt, wird’s trotzdem billiger wegen der bereichsübergreifenden Zweitkindregelung (siehe 3.).

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: Iwona_Olczyk auf pixabay)

4. Die 35-Stunden-Buchung wird teurer, die 25-Stunden-Buchung günstiger.

Begründung: „Die Betreuungsform 35 Std. ist im Vergleich zu den 25 Std. relativ günstig, so dass Eltern eher die 35 Std. Betreuung wählen, obwohl sie vielleicht nur 25 Std. Betreuung benötigen.“ Was heißt: „vielleicht“? Vermutet die Stadt Rheine das einfach mal so oder hat sie die Kitas gefragt, wie viele Kinder bei denen 35 Stunden gebucht haben, aber regelmäßig nur 25 Stunden nutzen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so viele Eltern machen …

Wie auch immer – zu den Fakten: Bisher waren 35 Stunden etwa 11 % teurer als 25 Stunden, aber rund 54 % billiger als 45 Stunden. Diese Schräglage wird nun ausgeglichen:

+ 25 Stunden kosten demnächst rund 6 % weniger.
 35 Stunden kosten demnächst rund 6 % mehr.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: Regenwolke0 auf pixabay)

5. Die Elternbeiträge steigen um 3 % 2017 und um weitere 3 % 2018.

Je nachdem, mit welchen anderen Änderungen diese Änderung gekoppelt ist, merkt ihr entweder etwas von dieser „Inflationsanpassung“ oder nicht. Diese Änderung ist die, die ich am leichtesten zu akzeptieren finde, und die mit den geringsten Auswirkungen – deswegen setze ich sie ans Ende.

Mit der Änderung wird der Kopplung der Elternbeitragserhöhung an die Kindpauschalenerhöhung Rechnung getragen: „Kindpauschale“ ist das, was die Kita für ein Kind bekommt. Da die bisherige Steigerung um 1,5 % nicht ausreichte für die Kosten der Kinderbetreuung, wurde die Pauschale angehoben und mit ihr sollen die Elternbeiträge steigen für die Kinderbetreuung in Rheine.

+ Mehr Geld fließt in die Kinderbetreuung.
 Kommt das Geld auch wirklich in den Kitas an?

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: grey_bird auf pixabay)

Worst Case wäre, wenn ich das richtig sehe: zwei Kinder in der Kita, keins im letzten Jahr, beide 35 Stunden, Einkommen über 24.000 mit Wechsel zur höheren Einkommensgruppe:

+ 33 % wegen 2. Kind
+ 2 x 6 % wegen Erhöhung 35-Stunden-Buchung für beide Kinder
+ Einkommensgruppenwechsel
+ 3 % Elternbeitragserhöhung

Welche Ängste und Fragen haben Eltern zur Kinderbetreuung in Rheine?

In Kerstin Baumanns Facebook-Gruppe haben sich schon einige Eltern gemeldet: Sie haben nachgerechnet und gemerkt: Huch! Wenn die Beschlussvorlage auch insgesamt gar nicht so schlimm aussieht: Für mich wird’s arg teuer! Ist das gerecht(fertigt)?

„Wird schlimm, wenn du durch die neuen Einkommensstufen in eine neue Stufe kommst. Plus die Geschwistererhöhung … da summiert sich eins zum anderen.“

„Also mit der moderaten Erhöhung könnte ich locker leben. Allerdings hab ich Zwillinge. Wenn ich also tatsächlich für den Zweiten auch noch bezahlen muss (ein Drittel), bezahle ich pro Monat noch mal 80 Euro drauf bzw. fast 1000 Euro im Jahr – das ist so was von unverschämt. Nicht, dass wir uns das nicht leisten könnten, aber für Eltern mit zwei Kindern in der Kita ist das faktisch eine direkte Erhöhung der Kosten um mehr als ein Drittel. In welchem Bereich eures Lebens habt ihr schon mal so eine dreiste Kostenerhöhung gesehen? Also ich bisher nirgendwo.

„Hmmm, also ich bin nicht die Prinzessin auf der Erbse, aber ich spür gerade, wie mir mächtig Kohle aus meinem Allerwertesten gezogen wird. Nur mal so: Statt 2.922,96 Euro pro Jahr soll ich dann 4.131,04 Euro pro Jahr zahlen. Ach egal, sind ja nur 1.208,08 Euro mehr im Jahr … wäre ja nur so, als würden die Grundbesitzabgaben mal komplett um 200 % angehoben werden. Geht doch, oder?“

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: yuyan9686 auf pixabay)

„Klar sehe ich das jetzt hauptsächlich von meinem Standpunkt aus, aber ist das überhaupt vertretbar, jedem dieser 335 Haushalte, die zwei Kinder im Elementarbereich haben (und wir jetzt mal vom Schnitt bis 60.000 Euro ausgehen) mehr als 600 Euro von dem einzufordern, was diese Haushalte normalerweise zur freien Verfügung hätten? Überlegt mal, wie viel Kohle das ist! Stellt euch mal vor, was los wäre, wenn ihr durch ’ne Steuererhöhung auf einmal soviel Geld mehr an den Staat abgeben müsstet. Dann wären die Leute mit Mistgabeln und Fackeln vor den Rathäusern unseres Landes (leicht übertrieben). Wird auch Eltern geben die das über mehrere Jahre tragen müssen.“

„Für uns (zwei Kinder, ein Kind 2017 beitragsfrei) gebe es keine spürbare Mehrbelastung, steht in der Beschlussvorlage. Aber auch der Unterschied zwischen „ein Drittel der Kindergartenbeiträge“ oder „0 Euro“ sind schon ein Unterschied. Es ist eine Mehrbelastung von ca. 850 Euro für uns 2017.“

„Für mich ist nach wie vor unverständlich, warum hier weiterhin an Beitragsstufen festgehalten wird und keine prozentuale Abgabe zum Einkommen in Erwägung gezogen wird.“ Dann wäre der Unterschied zwischen Eltern nicht so groß, die 59.999 Euro verdienen = 232 Euro Elternbeitrag bzw. die 60.001 Euro verdienen = 308 Euro (pro Monat für 45 Stunden): 24 Euro mehr verdienen im Jahr, 912 mehr zahlen.

„Plant die Stadt Rheine, die Beiträge zu kürzen, sollte die vom Jugendhilfeausschuss übermittelte Resolution nebst Forderungskatalog von der Landesregierung angenommen werden?“

Habt ihr schon nachgerechnet? Und: Glück gehabt? Falls nicht: Auf am 16. Juni ins Rathaus!

Andere Eltern fürchten Qualitätsverluste bei der Kinderbetreuung in Rheine:

„Die Stadt möchte gerne viele 25-Stunden-Bucher haben anstatt 35-Stunden-Bucher. Aus diesem Grunde werden die 25 Stunden günstiger und die 35 Stunden teurer. Die Stadt hat eine Ersparnis von ca. 850 Euro pro Jahr an jedem, der von 35 auf 25 Stunden reduziert. Aber leider bin ich auf 35 Stunden angewiesen und buche die nicht aus Spaß. Und wer muss es am Ende mit ausbaden? Natürlich die Erzieherinnen und Kinder, da dann Stellen gekürzt werden.“

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: Siewerin auf pixabay)

Wie kann man für eine komplett beitragsfreie Kinderbetreuung argumentieren?

Viele Kommunen haben es schon: beitragsfreie Kinderbetreuung. Und das sind nicht unbedingt die reichsten Kommunen in Deutschland! Warum also führen wir das nicht überall ein? Das Argument ist klar: weniger Einnahmen für die Kommunen. Zwar kann man den Eindruck bekommen, Geld sei alles, wenn man sich die Politik der letzten Jahre so anguckt – aber das ist es nicht! Hier ein paar Argumente für eine betragsfreie Kinderbetreuung in Rheine und überall:

1. Erziehung und Bildung sind gleichwertig!

Im Englischen gibt es nur ein Wort für ‚Erziehung’ und ‚Bildung’: education.
Im Französischen gibt es nur ein Wort für ‚Erziehung’ und ‚Bildung’: éducation.

Bildung und Erziehung sind im Denken der Englisch- und Französischsprachigen Menschen dieser Welt nie voneinander getrennt, sondern gehören eng zusammen. Deswegen heißt die Kita in Frankreich „mütterliche Schule“, in GB „Kinderschule“. Bildung und Erziehung – das kann immer nur gleichzeitig geschehen.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: kevinlopez auf pixabay)

Nur in Deutschland ist das anders: In Deutschland gibt es die ‚Erziehung’. Die passiert überall dort, wo nicht dafür bezahlt wird (Eltern), wo die Fachkräfte weniger intensiv ausgebildet sind (Ausbildung Erziherin vs. Hochschulstudium Grundschullehrer) – kurz: wo es anscheinend nicht so drauf ankommt. Oder anders: wo es schon irgendwie von allein passiert. ‚Bildung’ dagegen ist in Deutschland etwas Höherwertiges: Von der Grundschule bis zur Uni lässt sich der Staat die Bildung viel kosten. Er bezahlt 100 Prozent der Schulgelder (bis zu den Studiengebühren an einigen Unis war’s hier ebenso) und lässt nur Menschen mit Hochschulabschluss an die jungen Menschen heran.

Umkehrschluss: Da die Kinderbetreuung bei uns kostet (Kita, Tagespflege, OGS), kann es sich bei diesen Angeboten nicht um Bildung handeln, denn Bildung bezahlt in Deutschland der Staat – bis zum Berufsabschluss. Das Paradoxon: Seit Jahrzehnten schon redet alles von der Wichtigkeit „frühkindlicher Bildung“ (hä? müsste das nicht Erziehung heißen?). Und natürlich hat auch die Wissenschaft längst nachgewiesen, dass Kita und Co. Kinder nicht einfach nur aufbewahren, sondern tatsächlich bilden. Und lustigerweise fordert das die Politik auch – wozu sonst die ganzen Sprachtests? Wenn Kinder nur aufbewahrt (oder erzogen) würden, bräuchte man ja auch nicht ihren Sprachbildungsfortschritt testen, denn den dürfte man dann ja gar nicht erwarten. Wenn es in der Kita jedoch nicht nur um Aufbewahrung geht, sondern ums Lernen, erschließt sich nicht, warum Eltern dafür zahlen sollten, für die Schule jedoch nicht.

Fazit: Es wird Zeit, dass auch in Deutschland Bildung und Erziehung zu einem Begriff verschmelzen und denselben Respekt, dieselbe Wertschätzung (natürlich auch finanziell) genießen. Das Wort Koedukation gibt’s im Deutschen ja schon. Warum nicht Edukation sagen? Und denken!

2. Das politische Ziel „mehr Kinder“ ist ohne Kita und Co. nicht zu schaffen!

Die Politiker wollen, dass wir mehr als nur ein Kind bekommen. Wer das will, muss dafür die Bedingungen schaffen. Und dazu zählt die beitragsfreie Kita bzw. Kinderbetreuung. Denn Eltern, die keine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen können, werden durch einen Verdienstausfall bestraft fürs Kinderhaben. Und Eltern, die für Kinderbetreuung zahlen müssen, werden durch die Kosten bestraft fürs Kinderhaben.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: qimono auf pixabay)

Man könnte die Kosten für die Kinderbetreuung auch als Sondersteuer fürs Kinderhaben bezeichnen. Moment mal: Zigaretten sind politisch unerwünscht (zu hohe Gesundheitskosten) – also: Tabaksteuer. Hunde sind politisch unerwünscht (zu viel Kot im öffentlichen Raum) – also: Hundesteuer. Kinder sind politisch erwünscht – also: Kindersteuer???

Fazit: Eltern bezahlen für Ihre Kinder nicht nur mit einem massiven Verlust an persönlicher Freiheit und Freizeit, sondern auch obendrein mit einem dicken Loch im Geldbeutel. Kinderhaben ist also wenig attraktiv.

3. Chancengleichheit beginnt bereits vor dem Alter von sechs Jahren!

Jedes Kind soll den gleichen freien Zugang zu Bildungseinrichtungen erhalten und nicht aufgrund seiner Herkunft benachteiligt werden. Frühkindliche Bildung darf daher weder vom Geldbeutel der Eltern noch vom Wohnort und schon gar nicht von der Finanzlage und vom Willen der Kommune abhängen.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: HolgersFotografie auf pixabay)

4. Kinder sind ein Wirtschaftsfaktor, von dem alle profitieren!

Familien leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Gesellschaft, der die Wirtschaftskraft der kommenden Generationen im Land absichert. Denn die Kinder von heute zahlen die Renten von morgen – für alle: bekinderter und nichtbekinderte Rentner.

Fazit: Die komplette (Aus-)Bildung von Kindern sollte über das Steuersystem finanziert werden. Denn unser Steuersystem nimmt von jedem nach seiner Leistungsfähigkeit. (Jedenfalls ist es so gedacht. Steuerhinterziehung, Steuerflucht, Steuerbegünstigung und Steuerlobby blenden wir hier mal aus.)

5. Beitragsfreie Kinderbetreuung in Rheine ist ein Standortfaktor!

Warum sollte jemand für einen höher bezahlten Posten, sagen wir, von Düsseldorf nach Rheine wechseln, wenn sein Mehr-Einkommen direkt von der Kinderbetreuung in Rheine geschluckt wird? Er lässt Freunde, vertraute Umgebung etc. zurück – wofür? Die Unternehmen in Rheine brauchen Fach- und Führungskräfte.

Fazit: Wenn man Kinder aufziehen kann, ohne Hunderte von Euro für die Betreuung zu lassen, ist das inzwischen ein Standortfaktor für qualifizierte Fachkräfte bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes.

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: Ben_Kerckx auf pixabay)

Warum ins Rathaus kommen? Lohnt das?

Kerstin Baumann, ihre Mitstreiter und ich finden: Ja! Präsenz zeigen ist immer gut, denn nur dann werden wir als Eltern ernst genommen. Tauchen wir nirgendwo auf, meint die Politik, mit uns wäre alles zu machen. (Das gilt übrigens nicht nur kommunal, sondern auch landes- und bundesweit.)

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: WerbeFabrik auf pixabay)

Es ist sicher nicht zielführend, dem Rat der Stadt zu sagen: Wir wollen gar nichts zahlen für die Kinderbetreuung in Rheine! Das muss auf höherer Ebene entschieden werden. Die Stadt versucht ja auch nur, den am wenigsten schmerzhaften Werg für alle zu finden. Was wir aber zumindest zu bedenken geben könnten:

Warum gibt es diese ungerechten Beitragsstufen, statt dass die Beiträge prozentual nach dem Einkommen berechnet werden?

Befürchtungen und Fragen von Eltern dazu:

„Die Stufen bringen Eltern zum Rechnen, wie viele Stunden man als Frau arbeiten geht und ob es sich lohnt oder ob man in eine neue Beitragsstufe kommt.“

„Warum hören die Beitragsstufen es bei 96.000 Euro auf? Es ist der Stadt nicht egal ob jemand 72.000 oder 73.000 verdient, aber es ist ihr egal, ob jemand 96.000 oder vielleicht 250.000 Euro verdient?“

Kinderbetreuung in Rheine

(Quelle: Arooma auf pixabay)

Macht das Sparziel „mehr 25, weniger 35 Stunden“ unsere Kitas schlechter?

Befürchtungen und Fragen von Eltern dazu:

„Geht das nicht zu Lasten der Personalstunden in der Kita: weniger Personal für gleiche Anzahl an Kindern?“

„Leidet die Flexibilität in den Kindergärten bei mehr 25-Stunden-Buchern?“

Wer mehr wissen will über die Neuerungen der Kinderbetreuung in Rheine: Meldet euch kurz für den Infoabend an:

Kinderbetreuung in Rheine