Der neue Kita-Planer Rheine ist online!

Eltern-Tipps Rheine testet das Infoportal für Eltern

Bild: So sieht er aus – der Kita-Planer Rheine.

„Die Kinderbetreuung in Rheine geht online“, hieß es in der Einladung zur Pressekonferenz: Ein neuer „Kita-Planer Rheine“ sollte vorgestellt worden – und ich dachte beim weiteren Lesen skeptisch: Was soll der denn besser können als der Kita-Finder NRW, der bisher immer von der Stadt Rheine verlinkt worden ist? Da finde ich doch auch schon die Infos zu den einzelnen Kitas – wofür haben die da unser Geld rausgeworfen? Nach der Pressekonferenz muss ich sagen: Das neue Infoportal kann tatsächlich mehr – lest selbst!

Kita-Planer Rheine

Was bietet der Kita-Planer Rheine?

Dieses Elternportal ist ein Info-Pool zu Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Rheine, d. h.:

  • 40 Kitas
  • 11 Spielgruppen
  • Fachberatung Kindertagespflege

Dass die Kindertagespflege mit aufgeführt ist, finde ich gut, denn die Belegungsübersicht macht allen Eltern Mut, die keinen Kitaplatz gefunden haben. Außerdem kann die Kindertagespflege auch Randzeitenbetreuung ab 6 Uhr oder bis 22 Uhr anbieten. Auch die Spielgruppen aufzunehmen, ist sinnvoll, denn manche Eltern wissen nicht, dass es dieses Angebot gibt. Mein erstes Plus.

Kita-Planer RheineDie Suchfunktion

Über die Seite der Stadt Rheine kommt ihr auf das Elternportal „Kiderbetreuung in Rheine“, es ist in der rechten Spalte unten verlinkt. Oder ihr googelt „kita planer rheine“.

Mithilfe der Suchfunktion könnt ihr nach folgenden Kriterien suchen:

  • nach einer bestimmten Einrichtung
  • nach Einrichtungen in einem bestimmten Stadtteil
  • nach der Altersgruppe eures Kindes (U2, U3, Ü3)
  • nach den Öffnungszeiten, die ihr braucht
  • nach der Art der Einrichtung (Kindertagespflege, Kita – Elterninitiative, Kita – freier Träger,
  • Kita – kirchlicher Träger, Spielgruppe)
  • nach Einrichtungen im Umkreis eurer Wohnung
  • nach dem gewünschten Betreuungsbeginn

Außerdem könnt ihr ankreuzen, ob ihr euch

  • nur vorhandene Betreuungsplätze anzeigen
  • Einrichtung mit barrierefreiem Zugang
  • Einrichtung mit integrativen (inklusiven) Plätzen

anzeigen lassen wollt.

Kita-Planer RheineHier gibt es mein zweites Plus: Ich finde, die Suchkriterien sind sehr durchdacht und decken alles ab, was man bei einer Erstanfrage angeben möchte. Schön wäre ein Button „Neue Suche“, damit ich nicht alle Kriterien einzeln löschen muss.

Die Ergebnis-Übersicht

Nun erhaltet ihr eine Übersicht über eure Ergebnisse – in meinem Fall gab es nur eins:

Kita-Planer RheineIhr erfahrt, wie weit die Einrichtung von euerm Zuhause entfernt ist, falls ihr eure Adresse angegeben habt. Außerdem erhaltet ihr die Anschrift, die maximalen Öffnungszeiten und die Auslastung der Betreuungsplätze nebst ggf. einer Info zur Barrierefreiheit.

Die Auslastung der Betreuungsplätze funktioniert über ein Ampelsystem:

  • Grüner Haken heißt: Hier sind noch Betreuungsplätze frei.
  • Gelber Punkt heißt: Hier haben sich mehr Kinder angemeldet, als es Plätze gibt – aber für den Fall, dass welche abspringen, könnt ihr euch auf die Warteliste setzten lassen.
  • Rotes Kreuz heißt: Alles belegt!
  • Und grauer Strich heißt: Dieses Betreuungsangebot gibt es in der Einrichtung nicht.

Die Betreuungsauslastung geben die Kitas übrigens selbst direkt in das System ein. „Dadurch ist es immer aktuell, denn die Kitas haben ein großes Interesse daran, ihre Plätze zu belegen: Sie bekommen nur für belegte Plätze Geld. Andersherum werden sie vermeiden, dass ihre Plätze als ‚frei’ im Internet stehen und Eltern dann enttäuscht sind, wenn sie in der Realität doch belegt sind“, sagt Manfred Kösters vom Jugendamt der Stadt Rheine.

Hier deshalb meine nächsten zwei Plus: Das Ampelsystem macht es wirklich übersichtlich und die Aktualität ist gewährleistet – ein großer Vorteil zu dem Kita-Finder NRW.

Kita-Planer RheineDie Karte zeigt die Ergebnisse als Nadeln sowie eure Adresse, wenn ihr sie angegeben habt. Die Karte ist übrigens gut: Zoomt mal rein, es sind eine Riesenmenge Details drin wie Hausnummern, Geschäfte, Park- und Spielplätze, Verkehrsführungen … Die Karte lässt sich gut bewegen und lädt schnell. Ein weiteres Plus. Leider kann man sie nicht zum Vollbild machen.

Das Kita-Portrait

Klickt ihr auf eine Einrichtung, die euch zusagt, erhaltet ihr zunächst die wichtigsten Daten und ein paar Fotos für den ersten Eindruck. (Sogar die Kita „Villa Kunterbunt“, die noch gebaut wird, ist schon aufgeführt – mit Baustellenfotos.)

Kita-Planer RheineDie Belegungsübersicht gibt euch noch mal nähere Infos dazu, ab wann wieder etwas frei wird.

Kita-Planer RheineDas ausführliche Porträt zu jeder Kita enthält Infos zu

  • pädagogischem Konzept
  • Stundenaufteilung
  • Schließungstagen
  • Verpflegung
  • besonderen Angeboten

Hier kommen meine nächsten zwei Plus: Die Infos sind wesentlich ausführlicher als im Kita-Finder NRW und dennoch übersichtlich und vergleichbar dank der einheitlichen Gliederung. Und ihr findet einen Link zur Homepage der Einrichtung oder des Trägers, wo ihr ggf. weitere Infos findet.

Häufig gestellte Fragen

Wichtige Fragen werden unter dem Reiter „Hilfe“ geklärt – z. B. wann und wie ihr euch für eine Betreuung anmelden könnt und was sie euch kostet. Ersteres war bisher so klar noch nicht auf der Seite der Stadt Rheine zu finden – noch ein Plus.

Kita-Planer RheineWas kann der Kita-Planer nicht?

Anmelden für einen Betreuungsplatz könnt ihr euch über das Elternportal nicht, es dient der Information. „Der Kita-Planer Rheine ersetzt nicht das persönliche Gespräch mit der Kita“, sagte Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, aber es erleichtert die Auswahl der Kitas, mit denen man überhaupt sprechen möchte, finde ich.

Ein Problem löst das Portal nicht: Wenn ich sehe, dass Plätze frei sind, weiß ich noch immer nicht, wie viele Eltern sich darauf bewerben und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass mein Kind angenommen wird. Dafür hindert es mich vielleicht daran, mich bei Kitas zu bewerben, die eh schon überbucht sind. Und das spart den Kitas und der Stadt vielleicht etwas Arbeit mit den Mehrfachanmeldungen …

Die Standorte für den offenen Ganztag – auch ein Betreuungsangebot – hat das Jugendamt absichtlich nicht mit aufgenommen, da Kinder ja sowieso nur den Ganztag ihrer eigenen Grundschule nutzen können.

Wer hat den Kita-Planer Rheine erstellt und was hat das gekostet?

Federführend waren Manfred Kösters und Stefanie Lehmann vom Jugendamt der Stadt Rheine zusammen mit der Software-Firma arxes-tolina. „Es gibt drei marktführende Produkte und wir haben uns für das entschieden, das unseren Kriterienkatalog am besten erfüllt hat“, sagte Manfred Kösters bei der Pressekonferenz.

Bei der Datenbereitstellung waren und sind die Einrichtungen natürlich weiterhin beteiligt. „Wir hatten mit den Ängsten der Träger zu kämpfen, nun noch eine Software füttern zu müssen“, sagte Manfred Kösters, „aber bei der Vorstellung des Systems waren sie dann überrascht, wie einfach und komfortabel das geht.“

Die Idee für den Kita-Planer Rheine hatten das Jugendamt, die Träger der Kitas und der Jugendamts-Elternbeirat der Stadt Rheine. Gekostet hat der Kita-Planer Rheine in der Anschaffung „so viel wie ein 45-Stunden-Kita-Platz für ein Jahr“, sagte Manfred Kösters. Dazu kommen die Arbeitsstunden im vergangenen Dreivierteljahr von ihm und seinen Kollegen. Insgesamt jedoch ein „niedriger Aufwand, wenn man bedenkt, dass wir 2.500 Kitaplätze in Rheine anbieten und die Anschaffung jetzt so viel gekostet hat wie einer davon.

Was bringt der Kita-Planer Rheine der Stadt?

Bisher haben Kitas dem Jugendamt freie Plätze mit Zeitverzug gemeldet, sodass auch das Jugendamt Eltern, die telefonisch anfragten, keine 100-prozentig aktuelle Auskunft geben konnte. Demnächst werden die Mitarbeiter vielleicht gar keine telefonischen Auskünfte mehr zu geben brauchen – denn die gibt das Elternportal, rund um die Uhr.

Kita-Planer Rheine

Stefanie Lehmann, Manfred Kösters und Dr. Peter Lüttmann (v. l.) stellten heute den Kita-Planer Rheine der Presse vor.

Das CMS ist außerdem leicht und zeitsparend zu bedienen – für die Mitarbeiter der Stadt ebenso wie für die Träger der Einrichtungen. Ist der Portal-Relaunch der Homepage der Stadt Rheine online, wird eine intelligente Suchfunktion außerdem alle Online-Angebote sinnvoll miteinander verknüpfen, sodass ihr auch Infos zur Kinderbetreuung noch schneller findet.

Meine Bewertungsübersicht zum Kita-Planer Rheine:

  • Aufnahme von Spielgruppen und Kindertagespflege
  • durchdachte Suchkriterien
  • Aktualität der Belegungsübersicht
  • übersichtliches Ampelsystem
  • Orientierung durch detaillierte Karte
  • ausführliche Infos zu einzelnen Einrichtungen
  • Vergleichbarkeit der Einrichtungen dank der einheitlicher Gliederung
  • Klärung wichtiger Fragen

Und was meint ihr?

3 Gedanken zu „Der neue Kita-Planer Rheine ist online!

  1. Ich finde es sollte in jedem Kindergarten 1-3 plätze frei sein ,für die kinder die aus einer anderen Stadt nach Rheine zugezogen sind. Damit sie sofort eingebunden werden können ,und nicht erst wie bei uns der fall bis august warten, bis endlich ein platz frei wird.

    denn es gibt kinder ,sie brauchen es,es ist „futter“ für sie, unter kinder..zu sein…

    dieses wäre mal eine Überlegung wert.
    es ist nun mal so das von jetzt auf nichts etwas passieren kann ,in welcher Hinsicht auch immer, Kind dann gibt es Eltern bei denen das Kind an erster stelle steht- Hauptsache das nd hat was,womit einen Alltag hat,was Ablenkung hat.

    ja klar, und die anderen eben,denen das nicht so wichtig erscheint…..

    mfg

    • Hallo,

      danke für deinen Kommentar, ich habe ihn anonym freigeschaltet, okay so? Tut mir Leid, dass ihr erst im August einen Kitaplatz bekommt. Wie wäre es mit einer Loslösegruppe (die haben meist auch kurzfristig noch Plätze frei), dann ist dein Kind/sind deine Kinder wenigstens ein paar Vormittage die Woche unter Kindern (siehe http://elterntipps-rheine.de/betreute-spielgruppen-in-rheine/). Und hast du bei der Caritas mal wegen eines Tagespflegeplatzes gefragt (http://www.caritas-rheine.de/hilfeundberatung/kinderjugendlicheundfamilien/kinderjugendundfamilienberatung/kindertagespflege/kindertagespflege)? Da sind ja auch in der Regel mehrere Kinder zusammen.

      Ich hoffe, du findest eine Lösung!

      Viele Grüße
      Mareike

      • Sehr geehrte Frau Knue,

        grundsätzlich gebe ich Ihnen (bzw. Ihrer weitergeleitene Anfrage) Recht, dass es wünschenwert ist, dass in jeder Kita unterjährig noch freie Plätze angeboten werden können. Dieses ist insbesondere für die Ü3-Kinder wichtig, da für die U3-Kinder noch die Alternative der Kindertagespflege besteht.

        Mit der Kindergartenbedarfsplanung haben sich der Jugendhilfeausschuss und das Jugendamt zum Ziel gesetzt, die in den letzten Jahren entstandene maximale Belegung der Kitas abzubauen, um damit überhaupt Möglichkeiten für eine unterjährige Aufnahme zu schaffen.

        Die drei neuen Kitas am Thieberg, in Mesum und in Eschendorf haben das Betreuungsangebot deutlich vergrößert. Auch die zum Sommer kommenden Erweiterungen der AWO-Kita und der Kita St. Elisabeth werden weitere Betreuungsplätze schaffen.

        Auf Grundlage der mir jetzt vorliegenden Anmeldungen für 2017/18 kann ich sagen, dass im kommenden Kitajahr sich die Überbelegung der Kitas insgesamt entspannt und mehr Möglichkeiten für eine unterjährige Aufnahme entstehen.

        Diesen positiven Trend gilt es fortzusetzen. Man muss allerdings auch realistisch sein und erkennen, dass es nicht gelingen wird, in jeder der derzeit 40 Kitas in Rheine freie Plätze vorzuhalten. Die Gründe dafür sind vielfältig und sie aufzuführen, würde viel zu weit führen.

        Sie können sicher sein, dass sich das Jugendamt mit der nächsten Kindergartenbedarfsplanung weiter dafür einsetzen wird, dass Betreuungsangebot in den Kindertageseinrichtungen zu verbessern.

        Mit freundlichen Grüßen

        im Auftrag

        Manfred Kösters

        Stadt Rheine

        Der Bürgermeister

        Fachbereich Bildung, Jugend, Familie und Soziales

Kommentare sind geschlossen.