Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

Stadt bezieht Multiplikatoren, Eltern und Kinder mit ein – macht mit!

Bild:Vertreter der Fraktionen und der Stadtteilbeiräte trafen sich zur Ideesammlung für den Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017.

Gestern trafen sich Mitglieder des Unterausschusses Kinderspielplätze mit Vertretern der Stadtteilbeiräte, um über den Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 zu sprechen. Im Vorfeld hatten die Stadtteilbeiräte Fragebögen zu den einzelnen Spielplätzen in ihrem jeweiligen Stadtteil erhalten, anhand derer sie die Spielplätze bewerten sollten. Zusammen mit Mirco Hagemann habe ich als Vertreterin des Stadtteilbeirats Dutum-Dorenkamp teilgenommen. Da es bei uns ziemlich viele Spielplätze gibt, haben wir nicht alle vorher besichtigen können, werden das aber noch nachholen.

Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017Sagt der Stadt, was ihr wollt!

Liebe Eltern, wenn ihr etwas über Spielplätze in eurer Nähe zum Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 beitragen möchtet, dann könnt ihr das noch bis zum 15. August tun: Ladet euch das Formular Bestandsaufnahme Spielplätze 2016 herunter und füllt es für einen Spielplatz aus! Damit könnt ihr beeinflussen, ob in „euren“ Spielplatz investiert wird, ob er überbaut wird, also dort was anderes als ein Spielplatz hinkommt, oder ob er in eurem Sinne verändert wird. Das Feld „Lfd. Nr.:“ könnt ihr nicht ausfüllen, weil ich euch die entsprechenden Karten nicht hochladen kann, deswegen gebt bitte genau die „Adresse“ des Spielplatzes an. Werft die Bögen einfach in den Briefkasten der Stadt Rheine oder schickt sie als Scan an annette.wiggers@rheine.de. Wenn euch die Bögen zu unkonkret sein sollten (ich nehme an, das ist der statistischen Auswertung geschuldet), dann könnt ihr auch meinen Spielplatz-Check machen, ich leite das weiter.

Brauchen wir trotz Kita und OGS noch Spielplätze?

Auf die Fragebögen und die Workshops heute Abend folgt im Herbst am 12. September eine weitere Veranstaltung zum Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017, wo alle Ergebnisse der Recherchen der Stadt und der Workshops mit den Stadtteilbeiräten zusammengetragen werden. Hier fließen auch eure Hinweise ein. Bei diesem Termin werden die Stadtteilbeiräte wieder anwesend sein, sodass ihr euch mit Anregungen zum Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 auch an euren jeweiligen Stadtteilbeirat wenden könnt. „Kinder verbringen heute mehr Zeit in Kita und OGS“, sagte der Beigeordnete Raimund Gausmann, „deswegen fragen wir auch die Stadtteilbeiräte als Experten für ihren Stadtteil, welcher öffentliche Spielplatz überhaupt noch notwendig ist.“

Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

In meinem Workshop waren drei Stadtteilbeiräte und der Familienbeirat nebst Fraktionen vertreten.

Außer dem Stadtteilbeirat Schotthock (reicht die Bögen nach) und dem Stadtteilbeirat Gellendorf/Südesch (keine Rückmeldung) waren alle Stadtteilbeiräte vertreten. In meinem Workshop saßen die Vertreter von Dutum/Dorenkamp, Innenstadt/Hörstkamp und Bentlage/Wadelheim/Wietesch/Schleupe. Als Vertreterin des Familienbeirats war Ulrike Paege dabei nebst Vertretern aus verschiedenen Fraktionen des Unterausschusses Kinderspielplätze. Wir haben positive und negative Aspekte zur Spielplatzsituation im jeweiligen Stadtteil zusammengetragen, einzelne Spielplätze unter die Lupe genommen und Wünsche für die Zukunft notiert. Annette Wiggers, die unseren Workshop geleitet hat, und ihre Kollegin haben alles gesammelt und werden es in die nächsten Verwaltungsschritte zum Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 einfließen lassen.

Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

Die Ergebnisse unseres Workshops hält Annette Wiggers an der Metaplanwand fest.

Was ist ein guter Spielplatz und wonach bewertet die Stadt Rheine?

Es war eine konstruktive und durchaus auch kontroverse Runde. Besonders der Staelsche Hof mit dem Wasserspiel und der Spielplatz Falkenhof provozierten sehr unterschiedliche Ansichten, was auch für mich sehr interessant war. Schon das Alter der Kinder, über die man nachdenkt, kann zu sehr verschiedenen Ergebnissen führen in der Frage, ob eine Spielfläche attraktiv ist oder nicht.

Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

Birgit Schumann stellte den Zeitplan für den Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 vor.

Im Vorfeld stellte Birgit Schumann von den TBR vor, wie der Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 erstellt wird: Die Bestandserhebung erfolgt nach statistischen Bezirken und umfasst Spielplätze, Schulplätze, Ballspielplätze und Bewegungsflächen wie z. B. Beachvolleyballfelder. Wonach die Versorgung eines Stadtteils mit Spielplätzen bewertet wird, umfasst folgende Kriterien:

  • Lage der Spielplätze
  • Erreichbarkeit (ein Richtwert ist, dass der Radius von 350 Metern um einen Spielplatz den Radius des nächsten Spielplatzes von ebenfalls 350 Metern berühren sollte)
  • Einwohner-Daten

Der einzelne Spielplatz wird nach Spielraum- und Aufenthaltsqualität bewertet und danach, welche Spielbereiche er bietet (z. B. Sand, Wiese etc.).

Spielplätze sind wichtig für viele weitere kommunale Planungsaufgaben

Der Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 ist eine Querschnittsaufgabe und daher spannend: Sie berührt das Rahmenkonzept Innenstadt, das ebenfalls gerade durchdacht wird. Sie berührt natürlich Finanzierungsmöglichkeiten, die man z. B. bei Projekten wie dem „Heimathafen“ innerhalb der Sozialen Stadt Dorenkamp abgreifen kann. Auch die Wohnflächenentwicklung wie aktuell auf dem Gelände der General-Wever-Kaserne und der Sportentwicklungsplan sind von Bedeutung.

Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

Spaß hatten wir auch – und ich war dankbar für die Brötchen, hatte noch kein Abendessen …

Da Spielflächen in der Innenstadt bisher rar gesät sind, organisiert die Stadt demnächst Streifzüge durch die Innenstadt mit Eltern, Vertretern der ansässigen Kitas und Familieneinrichtungen wie der FBS sowie mit Multiplikatoren wie dem Familienbeirat, dem Stadtteilbeirat Innenstadt oder dem Kinderschutzbund. Auch Grundschulkinder der Ludgerus-Grundschule, die im Stadtteil Innenstadt wohnen, werden die Innenstadt begehen und aus ihrer Sicht Anregungen geben.

Weitere Themen für die Zukunft im Hinblick auf die Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

  • Kontakt zwischen Flüchtlingen und „Einheimischen“
  • generationenübergreifende Bewegungs- und Begegnungsflächen
  • barrierefreie Spielflächen mit Angeboten für Kinder mit Behinderung
  • „Hundeparkplätze“ an Spielplätzen
  • Spielplatzpaten
  • Spielplatzgestaltung für U3, da sie meist noch nicht in die Kita gehen und die Spielplätze stark nutzen (auch Tagesmütter und Spielgruppen mit Kindern in dem Alter nutzen sie)
Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017

Vertreter der Stadt waren u. a. (v. l.) Annette Wiggers, Raimund Gausmann und Dieter Fühner.

Macht mit – es ist euer Spielplatz!

Da mein Babysitter unsere Tochter langsam loswerden wollte, musste ich kurz vor Ende gehen und habe nicht mehr alles mitbekommen. Ich kann euch abschließend nur raten, eure Ideen und Anregungen zum Spielplatzbedarfsplan Rheine 2017 noch bis zum 15. August an die Stadt weiterzugeben. Es sind ja „eure“ Spielplätze …

Spielplatzbedarfsplan für Rheine: Treffen der Stadtteilbeiräte – Pressemitteilung der Stadt

Rheine. Die Rheiner Spielplätze waren in der letzten Woche Thema eines Arbeitstreffens, an dem auch Mitglieder der Stadtteilbeiräte teilnahmen. Anlass dieses Gesprächs ist ein neuer Spielplatzbedarfsplan, der in Angriff genommen wird. Hier setzen die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung auf die Ortskenntnisse und Hintergründe in den Stadtteilen, um den Bestand qualitativ und quantitativ ermitteln zu können. Nach der Begrüßung durch Dieter Fühner, Vorsitzender des Unterausschusses Kinderspielplätze, erläuterte Beigeordneter Raimund Gausmann den Anwesenden wie bei der Bedarfsplanung verfahren wird. Zunächst gilt es, den Bestand zu erheben und zu analysieren. Mit der Fragestellung „Wie soll unsere Spielplatzlandschaft in Zukunft aussehen?“ geht es zukünftig dann darum, ein Konzept mit weiteren Handlungsempfehlungen und deren Investitionsbedarf zu entwickeln.

Bei dem Arbeitstreffen bewerteten die Mitglieder der Stadtteilbeiräte in vier Arbeitsgruppen die einzelnen Spielflächen. Bereits im Vorfeld  hatten sie anhand von Fragebögen die Spielplätze in ihrem Stadtteil beurteilt. Die zusammengetragenen Daten bildeten so die Diskussionsgrundlage in den einzelnen Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse daraus werden in einem nächsten Schritt in den Spielplatzbedarfsplan eingearbeitet. Der erste Entwurf soll den Beteiligten dann im September vorgestellt werden.