Spielplatzplanung in Rheine

Gespräch mit dem Jugendamt über eure Tipps aus der Umfrage

Bild: Welche Spielplätze in Rheine sind es wert, erhalten und ggf. aufgewertet zu werden? Das soll die Spielplatzplanung in Rheine demnächst herausfinden.

Am Freitag war ich bei Annette Wiggers vom Jugendamt der Stadt Rheine, die mich eingeladen hatte, um sich Tipps von Eltern zur Spielplatzplanung in Rheine zu holen. Dazu hatte ich ja extra vorher eine Umfrage unter euch gemacht – die Ergebnisse findet ihr hier.

(Ich habe leider vergessen, ein Foto von Frau Wiggers zu schießen, aber hier findet ihr sie als zweite von rechts im Bild.)

Hälfte der Spielplätze in Rheine verschwindet? Quatsch!

Während unsere Tochter gleich zwei Mitarbeiter_innen des Jugendamts beschäftigte, haben Frau Wiggers und ich uns ausführlich unterhalten und festgestellt, dass sowohl die Stadt als auch wir Eltern gute Ideen haben zur Spielplatzplanung in Rheine. Das Wichtigste vorweg: „Ich habe keine Ahnung, woher das stammt, natürlich wird nicht die Hälfte aller Spielplätze in Rheine abgebaut – das ist Quatsch!“, sagte Frau Wiggers auf meine Nachfrage zu dem Gerücht, das ich in wenigen Zeitungszeilen gefunden hatte.

Jedoch soll demnächst im Zuge der Spielplatzbedarfsplanung ermittelt werden,

  • a) welche Spielplätze gut genutzt werden – die könnten dann aufgewertet werden.
  • b) welche Spielplätze in Rheine kaum genutzt werden und zugunsten anderer abgebaut oder reduziert werden könnten.
Spielplatz Verdistraße

Selten benutzt wird der Bolzplatz Verdistraße.

In Lingen passiert das z. B. schon. Vielleicht können brachliegende Flächen zusammengelegt werden, sodass sie wieder besser genutzt werden. Diese Spielplatzplanung in Rheine wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen und uns mehrere Jahre begleiten. Denn die vorhandenen Spielplätze werden nach einem einheitlichen Frageregister bewertet werden – bei über 120 Plätzen dauert die Begutachtung und anschließende Auswertung.

Frau Wiggers kann sich gut vorstellen, Kinder durch einen Wettbewerb in die Spielplatzplanung in Rheine einzubinden. „Wenn wir einen neuen Spielplatz bauen, beziehen wir immer die Anwohner ein“, sagt sie, „das machen wir schon lange. Manchmal können die Kinder dann auch malen oder basteln, was sie sich für ihren Spielplatz wünschen. Natürlich können wir nicht alles umsetzen, wenn sie sich z. B. eine Achterbahn wünschen oder eine Riesenwasserrutsche.“

Unterausschuss für die Spielplatzplanung Innenstadt tagt im Herbst

Im Herbst wird der Unterausschuss Kinderspielplätze tagen – öffentlich, d. h. ihr könnt alle kommen und mitreden. Das genaue Datum teile ich euch dann mit, ihr findet es aber auch im Ratsinformationssystem. Dabei sein werden dann auch Vertreter des Planungsbereichs der Stadt Rheine. Diesen Termin solltet ihr auf jeden Fall nicht verpassen – sonst dürft ihr hinterher auch nicht meckern.

Spielplatzplanung in Rheine

Der Spielplatz Falkenhof in der Rheiner Innenstadt ist für kleine Kinder kaum geeignet.

Frau Wiggers und ich waren uns einig, dass auf jeden Fall ein Kleinkindbereich in der Innenstadt fehlt. Und dass ein öffentliches WC in Nähe dieses Bereichs schön wäre. „Das bedeutet allerdings hohe Folgekosten“, gab sie zu bedenken.

Spielplatzpaten-Netzwerk für Rheine angedacht

Aus zwei Stadtteilbeiräten kam die Idee, Eltern und andere interessierte Anwohner als Spielplatzpaten zu gewinnen. Sie könnten z. B. Rasen mähen, Sträucher schneiden oder auch einfach Müll aufsammeln, wenn nötig. Außerdem könnten sie ein Auge auf die Spielgeräte haben und melden, wenn irgendwo Instandsetzungen nötig wären. Wenn nach dem Regen große Pfützen stehenbleiben, könnte ein Pate das melden, damit die Senken aufgeschüttet werden. Eine „Supersache, die Spielplatzpaten-Idee“, findet Frau Wiggers.

Spielplatz Darbrookstraße

Spielplatzpaten könnten z. B. Pfützen melden; sie sind eine Gefahr für kleine Kinder.

Sie selbst hatte eine solche Idee auch schon: „Für das zweite Halbjahr 2016 habe ich mir vorgenommen, diese Idee mal konzeptionell anzugehen“, sagt sie. Sie will nicht hier und da einen Spielplatzpaten, sondern ein Netzwerk aus Spielplatzpaten. „Ich will das vernünftig aufstellen und konzeptionell in die Spielplatzplanung in Rheine einbinden, damit die Spielplatzpaten auch was von ihrem Engagement haben.“ Zunächst wird sie dafür voraussichtlich die Stadtteilbeiräte in Rheine zum Gespräch über die Spielplatzplanung in Rheine einladen.

Außerdem kann sich Frau Wiggers gut vorstellen, mit den umliegenden Gemeinden Kontakt aufzunehmen und sie zu fragen, wie sie die Spielplatzplanung handhaben. Ich hatte ihr von ein paar schönen, sehr gut besuchten Spielplätzen in Lingen erzählt. „Eine Spielplatz-Rundreise wäre etwas, das man auch gut mit dem Spielplatzpaten-Netzwerk machen könnte“, überlegt sie. „Auf jeden Fall ist es schön, wenn die Stadt und die Bürger an der Basis das gleiche Ziel verfolgen: das Wohl unserer Kinder.“

Eure Ideen für die Spielplatzplanung in Rheine

Natürlich habe ich ihr auch eure Ideen zur Spielplatzplanung in Rheine aus der Umfrage vorgetragen. Gemeinsam haben wir überlegt, ob die Stadt eine Art „Hundeparkplatz“ im Eingangsbereich des Spielplatzes einmal an einem Spielplatz ausprobieren könnte. Frau Wiggers Bedenken sind, dass diese Stelle zum Hundeklo mutiert, ich bin eher der Hoffnung, dass Eltern die Hinterlassenschaft des Familienhundes wieder mitnehmen.

Spielplatzplanung in Rheine

Sand, Sand, Sand braucht eurer Meinung nach ein Spielplatz.

Lange überlegt haben wir, wie wir die Idee umsetzen könnten, Anreize für das gemeinsame Spiel von Kindern und Eltern zu schaffen. Tore, Tischtennisplatten und Körbe fielen uns ein, aber darüber hinaus. Ich kam noch auf Schiffschaukeln, in denen Eltern und Kindern zusammen schaukeln können. Frau Wiggers erzählte vom Trend Generationenspielplatz: Da stehen Outdoor-Fitnessgeräte auf den Spielplätzen, an denen Erwachsene, auch Oma und Opa, ihr Workout absolvieren können. Ich habe mir solche Geräte mal angesehen, aber für Eltern und Kinder gemeinsam sind sie weniger geeignet, glaube ich. Insgesamt hatten wir nicht so bahnbrechende Ideen, wie man Eltern und Kinder zum gemeinsamen Spielen anregen kann …

Spielplatzplanung in Rheine

Tore können ein Anreiz für Eltern sein, mit ihren älteren Kindern zu spielen.

Bei der Idee „Themen-Spielplätze“ waren wir beide der Ansicht, dass jeder Spielplatz erst mal ein paar Basics braucht – und man dann hier und da auf verschiedenen gut besuchten Plätzen Highlights schaffen kann.

Spielplatzplanung in Rheine

Treppen sind für kleine Kinder besser als Aufgang geeignet als Sprossen oder Rampen.

Ansonsten habe ich ihr vor allem Tipps mitgegeben, wie man Spielplätze für Kleinkinder gestalten kann:

  • Treppen- statt Sprossenaufgänge an Spielgeräten
  • den oberen Rutschenbereich so gestalten, dass Eltern hier ihren Kindern helfen können (leider z. B. nicht möglich auf dem Spielplatz Schwedenstraße)
  • Babyschaukeln!
  • Hügel oder Anstiege wenig steil gestalten
  • große Pfützen vermeiden
  • Bänke nah am Sandkasten/Geräte
  • Untergründe, auf denen sich die Kleinen beim Fallen nicht verletzen (Sand, Gras)
  • Sand, Sand, Sand!
Spielplatzplanung in Rheine

Eine Babyschaukel darf nach Ansicht vieler Eltern auf keinem Spielplatz fehlen.

Bei Wasser-/Matschspielflächen wandte Frau Wiggers ein, dass sich darüber auch Eltern beschweren – weil ihre Kinder dann ständig dreckig sind. Tja …

Zuletzt haben wir noch kurz über Maßnahmen auf dem Spielplatz Nadigstraße und auf dem Spielplatz Darbrookstraße gesprochen – mehr dazu findet ihr in den beiden Artikeln dazu. „Wir sind immer dankbar für Hinweise von Eltern“, sagt Frau Wiggers, „wir können einfach nicht überall immer unsere Augen haben.“

Spielplatzsituation in der Innenstadt – noch keine Antworten

Im Artikel zum Spielplatz Falkenhof hatte ich euch versprochen, die Stadt zu fragen, warum der Spielplatz mit diesen Design-Geräten ausgerüstet wurde, und warum bei der Planung der Ems-Galerie kein Spielplatz berücksichtigt worden ist.

Spielplatzsituation in der Rheiner Innenstadt

Stylisch, aber wenig kindgerecht sind die Spielgeräte auf dem Spielplatz Falkenhof.

Frau Wiggers hatte leider keine Antwort, weil sie selbst zu der Zeit noch nicht mit der Spielplatzplanung in Rheine betraut war – wollte sich aber erkundigen. Meine Kritik am Spielplatz Falkenhof wird nicht von allen Besuchern geteilt, Frau Wiggers: „Es gibt auch positive Reaktionen von Menschen, die so einen Spielplatz noch nie gesehen hätten.“ Das seien dann aber vorwiegend Eltern von älteren Kindern, so ab drei, vier Jahren aufwärts. Der Spielplatz wurde damals noch unter dem Dezernenten Dr. Ernst Kratzsch geplant.

Schaukel auf dem Spielplatz Walshagenpark gestohlen

Übrigens: Im Walshagenpark wurde eine Schaukel geklaut. Wer ist denn so egoistisch, eine Schaukel für den eigenen Garten zu stehlen, sodass alle anderen Kinder außer den eigenen nicht mehr schaukeln können???

2 Gedanken zu „Spielplatzplanung in Rheine

  1. Der Spielplatz an der Issel Straße neben dem Kindergarten sollte mal aufgewertet werden, da der kiga Spielplatz nicht öffentlich ist…

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