Hilfe, Trotzphase! – Meckys Fragebox

Bild: Trotzphasen sind für Eltern sehr anstrengend und enden nicht selten damit, dass das Kind sich auf den Boden schmeißt. (Quelle: denise_is_here auf pixabay)

V. fragt über Facebook:

Ich hab einen 2-jährigen Sohn, der total in der Trotzphase ist. Das geht mir wirklich ganz schön auf den Zeiger. Ich hab mehrere Kinder, bin eigentlich abgehärtet, aber der Kleinste sprengt echt die Meßlatte. Er kreischt bei jedem kleinen Pups, ist selten mit irgendwas 100%ig zufrieden. Manchmal verliere ich die Geduld und schrei zurück, aber das will ich gar nicht. Es wird nie geschlagen!!! Was könnte ich für meinen Sohn und mich tun, um das alles etwas entspannter anzugehen?

Mecky antwortet:

Hallo,

die Trotzphase ist für Mütter (Eltern) sehr schwer auszuhalten. Ohne ersichtlichen Grund kreischen und schreien die Kinder bei jeder Kleinigkeit. Gerade bei dem jüngsten Geschwisterkind einer Familie fällt die Trotzphase oftmals besonders heftig aus.

Das liegt zum einen daran, dass sie sich gegen ältere Geschwisterkinder behaupten müssen, zum anderen daran, dass sie nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern bekommen können. Durch lautes und häufiges Schreien wollen sie auf sich aufmerksam machen.

Das Du manchmal die Geduld verlierst, ist verständlich und kann von vielen Eltern nachvollzogen werden. Sehr gut finde ich, dass Du Dein Kind nicht schlägst, auch wenn es kritisch wird.

Du solltest versuchen, Dir Zeiten einzuräumen, die Du ausschließlich mit Deinem Sohn verbringst, am besten dann, wenn die anderen Kinder aus dem Haus sind. Ich weiß, dass das manchmal schwierig ist, weil noch so viel Arbeit wartet, aber es ist gut investierte Zeit. Spiele mit ihm oder gehe mit ihm spazieren (nicht einkaufen), male mit ihm oder lese ihm vor, Du wirst merken, was er gerade möchte.

Wenn er bemerkt, dass es Zeiten gibt, wo sich alles nur um ihn dreht, wird er besser damit fertig werden, wenn er mal warten muss und seine Bedürfnisse nicht sofort befreidigt werden.

Vielleicht ist es Dir möglich, den Kleinen auch mal abzugeben, damit Du etwas für Dich tun kannst z. B. in Ruhe einkaufen, ein Friseurbesuch oder ähnliches. Oftmals hilft eine kleine Auszeit, um neue Energie zu tanken.

Liebe Grüße
Mecky